Zahnärzte

Dr. Jürgen Timm | Dr. Lena Buchwald | Dr. Olaf Timm

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Zahnärzte ohne Grenzen - Kapverden

Zahnärzte ohne Grenzen

Kapverden - Einsatz für die Stiftung "DWLF"

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Auslandstätigkeit. Frau Dr. Buchwald war in Bolivien tätig und Dr. Olaf Timm in Guadalupe/ Ecuador. Dr. Jürgen Timm engagiert sich in der DWLF-Stiftung (s.u.), für die er im Sommer 2016 auf die Kapverdischen Inseln reiste.

Cabo Verde – eine junge Republik mit wachsender Infrastruktur

Die DWLF hat auf der größten Kapverden-Insel Santiago im Herbst 2015 einen Stützpunkt errichtet. Organisiert von der Regierung stehen in jedem Monat einzelne Gruppen von deutschen Zahnärzten und Fachassistentinnen bereit, um im Krankenhausbereich diverser Dörfer provisorische Zahnarztpraxen zu betreiben. Gearbeitet wird mit mobilen Behandlungseinheiten und gespendeten Instrumenten und Materialien. Wie schon in Namibia (s.2. Bericht) waren wir mit 4 Zahnärzten ein eingespieltes Team, das trotz 33° Außentemperatur und defekter Klimaanlage in 2 Wochen rund 320 Patienten versorgte.
Menschen ohne eine bei uns übliche Krankenversicherung, die lieber Schmerzen ertragen, als sich bei ansässigen privaten Zahnärzten eine Behandlung zu europäischen Preisen zu leisten. Dieser hohe Behandlungsbedarf ist eine Folge des unkritischen Zuckerkonsums, dessen Gefahren sich die Bevölkerung jeden Alters nicht bewusst ist. Eine eigene Zahnbürste ist kein Allgemeingut. Hier rentiert sich neben der umfangreichen Behandlung eine Prophylaxe, die im Kindesalter beginnt. Die Bevölkerung hat uns freundlich interessiert und
mit offenen Armen empfangen, sind wir doch die einzigen, die neben wenigen staatlich angestellten Kollegen eine umfassende kostenfreie Behandlung anbieten. Bei der Verständigung über Pantomime und einzelner kreolischer Vokabeln hinaus, half uns das etwas englisch sprechende Hilfspersonal. Geduldig warteten ganze Familien stundenlang, um dann doch erstmal ihre arglosen Kinder vorzuschicken.

In der Freizeit erkundeten wir eine Insel, auf deren vulkanischem Boden nur Bananen, Kaffee, Wein, Papayas und wenige Touristenstrände etwas Devisen bringen. Das Land lockt mit einer freundlich offenen Aufbruchsstimmung, hat es doch die Jahrhunderte lange Abhängigkeit von Portugal 1975 überwunden. Die kreolische Musik ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer Kultur, repräsentiert u.a. von Cesária Évora.

Es lohnt sich für jeden Europäer dieses Land auch fernab der TUI Touristen von Sal und Boavista kennenzulernen, auch um sich darüber klar zu werden, wie gut es uns doch in Deutschland geht.

Links zum Thema:
DWLF - Einsatzbericht von Stefan Crusius

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